Die Allee der Gerechten

Die Allee der Gerechten ist Teil von Yad Vashem in Jerusalem, weltweit größte Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust. Yad Vashem, das 1953 als Einrichtung des Staates Israel gegründet wurde, dokumentiert in verschiedenen Ausstellungen die nationalsozialistische Judenverfolgung und -vernichtung in Europa und bewahrt die Erinnerung an sechs Millionen ermordete Juden.

Seit 1963 werden Menschen vom Staat Israel als “Gerechte unter den Völkern” geehrt, die während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in Europa versucht haben, Juden vor Verfolgung und Deportation zu schützen. Alle Männer und Frauen, die sich entschlossen haben, jüdischen Mitbürgern zu helfen, sei es durch Gewährung eines Verstecks, sei es durch Hilfe bei der Flucht, haben damit unmittelbar ihr eigenes Leben riskiert. Vielen von ihnen widerfuhr nach der Entdeckung dasselbe Schicksal wie ihren jüdischen Schützlingen, das mit dem Tod in einem Konzentrationslager endete.
Menschen, die unter Lebensgefahr selbstlos versucht haben, jüdische Mitmenschen vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten zu bewahren, kamen aus allen Alters- und Bevölkerungsschichten, hohe Diplomaten ebenso wie einfache Bauern; unter den Rettern sind Katholiken, Protestanten, Moslems und Atheisten. Sie alle haben sich gegen Terror und Grausamkeit gestellt und unter lebensbedrohlichen Umständen an ihren Werten und Überzeugungen festgehalten, indem sie Verfolgten Hilfe leisteten.

Der Ehrentitel Gerechter unter den Völkern wird nach eingehender Prüfung der Geschichte der Rettung und Anhörung von Zeugen in einer feierlichen Zeremonie unter großer Teilnahme der israelischen Öffentlichkeit verliehen. Oftmals sind die Retter schon verstorben, so dass deren Nachkommen die Ehrung entgegennehmen. Der Titel Gerechter unter den Völkern wurde inzwischen über 23.000 Männern und Frauen verliehen. Zu den bekanntesten Trägern dieses Titels dürfte Oskar Schindler gehören, der zusammen mit seiner Frau über 1.200 Juden das Leben rettete.
Zum Andenken an die Retter wird ein Baum in der Allee der Gerechten gepflanzt, der mit einer Gedenktafel versehen wird, die den Namen des Gerechten und das Land, in dem er sich während des Nationalsozialismus aufhielt, benennt.

Wenn alle noch lebenden Gerechten unter den Völkern und ihre Kinder und Enkel längst verstorben sein werden, wird jeder Baum der Allee der Gerechten noch an ihren selbstlosen Mut in dunkelsten Zeiten erinnern. Ohne Rücksicht auf das eigene Leben machten sie Menschlichkeit und Nächstenliebe zur Maxime ihres Handelns.
Gleichzeitig legen diese Bäume auch Zeugnis ab von der tiefen Dankbarkeit Israels und des jüdischen Volkes, die sie diesen außergewöhnlichen Menschen entgegenbringen.

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2 Antworten auf Die Allee der Gerechten

  1. Michael Milz sagt:

    Ist mein Großonkel Ludwig Steil in ihrem Register?Bitte helfen Sie mir bei meiner Herstellung meiner Historie.Ist ein Ludwig Steil bei Ihnen bekannt?
    Liebe Grüße,
    Michael Milz

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